
40 Jahre Karate-Dojo Nienburg e.V mit Fiore Tartaglia!
Der Karate-Verein Nienburg feierte vom 24.5 - 25.5.2025 ein ganz besonderes Fest - genau genommen sogar zwei: sein 40-jähriges Bestehen als eigenständiger Verein und 50 Jahre Karate in Nienburg. Ein beeindruckender Meilenstein, der von unzähligen Stunden des Trainings, der Hingabe und der Gemeinschaft geprägt wurde. Um dieses besondere Jubiläum gebührend zu würdigen, hatte das Nienburger Dojo einen der renommiertesten Karate-Trainer Deutschlands, Fiore Tartaglia, für einen Lehrgang vom 24.5 - 25.5.2025 geladen. In der Caféteria wurden Brötchen, Kuchen, Waffeln und viele weitere Leckereien für den kleinen und großen Hunger, dargeboten. Karate wurde erstmals im Jahr 1974 durch Angehörige der Polizei Nienburg praktiziert. Im Laufe der folgenden Jahre fand Karate auch immer mehr Anklang bei der Zivilbevölkerung und wurde dann Sparte des ASC Nienburg. Im Jahr 1985 wurde schließlich das Karate Dojo Nienburg e.V. durch etwa 50 Teilnehmer bei der Gründungsversammlung ins Leben gerufen. Seitdem haben mehr als 15 Karateka ihren schwarzen Gürtel erreichen können. Zudem konnten diverse Bezirks– und Landesmeistertitel sowie ein zweiter Platz bei den Deutschen Meisterschaften verzeichnet werden.
Im Mittelpunkt der Feierlichkeiten stand das Motto "Die Wichtigkeit von Zwischenbewegungen", ein Thema, das ein tieferes Verständnis für oft unscheinbare Ausholbewegungen beleuchten sollte und für alle Anwesenden eine bereichernde Erfahrung darstellte. Karate möchte uns nicht nur die Ausführungen wie Fauststöße, Abwehrtechniken oder Tritte lehren, sondern vor allem den Weg bis zur finalen Technik. Die Zwischenbewegungen – also alle kleinen, oft unscheinbaren Bewegungen, die innerhalb der großen Techniken stattfinden – sind vielfach entscheidend für Effektivität, Fluss und Akzentuierung. Sie ermöglichen es einem Karateka, auf unvorhergesehene Situationen zu reagieren, Angriffe abzuwehren und sich nahtlos auf die nächste Aktion vorzubereiten. Ein tiefes Verständnis und die Beherrschung von Zwischenbewegungen verleihen der Ausführung nicht nur Eleganz, sondern auch eine immense praktische Relevanz in der Selbstverteidigung. Tartaglia betonte jedoch immer wieder die zentrale Rolle der Hüfte im Karate. Seine Überzeugung: "Die Hüfte – der Motor der Geschwindigkeit" ist dabei weit mehr als nur eine Metapher; sie ist eine fundamentale Prinzipie, die für jeden Karateka von entscheidender Bedeutung ist, um maximale Kraft und Geschwindigkeit in seinen Techniken zu entwickeln, denn allein reine Muskelkraft würde in einer langsamen, schwachen Technik münden.
Folglich ist Karate weit mehr als nur körperliche Betätigung; es ist eine Disziplin, die den Geist schult und zu einer tieferen Auseinandersetzung mit den eigenen Bewegungen, Reaktionen sowie Philosophie anregt. So konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Jubiläumslehrgangs unter der Anleitung von Fiore Tartaglia ihre Wahrnehmung für diese feinen Nuancen schärfen und neue, elementare Funktionen des physischen Zentrums entdecken. Die Atmosphäre war geprägt von Konzentration, Lernbereitschaft und der Freude am gemeinsamen Training. Das Schwitzen und die harte Arbeit wurden am Ende mit einem lustigen Grillabend, eine Menge Salaten und Fleischspezialitäten belohnt. Wir blicken stolz auf das Wochenende zurück, aber besonders mit großer Motivation in die Zukunft, um weiterhin Generationen für die Kunst des Karate begeistern zu können!