VERTIEFUNG

Der ursprüngliche Name der Heian-Kata ist Pinan. 

Andere Karate-Stilrichtungen haben die Pinan-Bezeichnung beibehalten (Wadō-ryū, Shōrin-ryū, Shitō-ryū).


Heian shodan ist die erste Kata der „Heian-Serie“, die aus insgesamt fünf Kata besteht.

Die Heian beinhalten die wichtigsten Grundtechniken der Shōtōkan-Schule.

Heian shodan lehrt hauptsächlich die zwei wichtigsten Stellungen (Zenkutsu dachi und Kōkutsu dachi), drei Grund-Abwehrtechniken (Gedan barai, Age uke und Shutō uke) und den ersten Angriff (Oi zuki). Außerdem wird das Sanbon-Prinzip geübt.



Sanbon-Techniken sind taktische Angriffs-Kombinationen, welche das Ziel verfolgen, den Gegner an eine Geschwindigkeit zu gewöhnen (bei den ersten zwei Angriffen), um sie dann zu beschleunigen und mit dem letzten Angriff zu überraschen.

Dazu werden in der Regel die Zielregionen unterschiedlich gewählt, um das Abwehren zusätzlich zu erschweren (Jōdan, Chūdan, Chūdan).


Zu den Wendungen, die man schon in Taikyoku shodan gelernt hat, kommen zwei weitere, auf 135° und 270°, beide in Kōkutsu dachi, hinzu.


Die Bewegungsabfolge von „Tettsui uchi“ zu Beginn der Kata besteht darin, sich aus einem Griff am vorderen Handgelenk zu befreien. Damit die Technik wirksam wird, ist eine große Kreisbewegung mit dem vorderen Arm notwendig.

In einer alternativen Ausführung erfolgt der Tettsui uchi nicht, wie im Video gezeigt, im Zenkutsu dachi. Stattdessen wird der vordere Fuß in den Renoji dachi (L-Stellung) zurückgezogen und der Schlag unmittelbar aus dieser Stellung ausgeführt.



Dauer: circa 40 Sekunden